Konzept „ZEITREISE. Nimm ein Kind an die Hand und lasse dich von ihm führen. Betrachte die Steine, die es aufhebt, und höre zu, was es dir erzählt. Zur Belohnung zeigt es dir eine Welt, die du längst vergessen hast.“ (Unbekannter Verfasser)

Kinder und Erwachsene sehen die Welt durch andere Augen. Während Kinder noch magisch denken, die Natur beseelen und philosophierend auf der Suche sind, greifen Erwachsene bereits auf einen reichen Erfahrungsschatz zurück.

Jedes Kind ist von Anfang an Forscher und Zeit seines Lebens auf seiner eigenen Reise, deren Ziel und Richtung es nicht kennt. Während seines Lebensweges sammelt es unendlich viele, neue Bilder, die eine Brücke herstellen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Auf dieser Reise braucht jedes Kind verlässliche Weggefährten, die es begleiten, und einen Rucksack, in dem es alles mit sich trägt, um mit seinem Herz, seinem Geist und seinen Händen neue Welten zu entdecken, Stürmen zu trotzen und seine eigenen Schätze zu sammeln. Wir geben dem Kind Liebe, Sicherheit, Vertrauen, Ruhe und Zeit (seelische Grundbedürfnisse), damit es diesen neuen, unbekannten Herausforderungen optimistisch begegnen kann.

In einer wertschätzenden Atmosphäre, die der kindlichen Natur und den kindlichen Bedürfnissen am ehesten entspricht, setzt sich das Kind jeden Tag mit seinen Inhalten und Lebensthemen verarbeitend auseinander. Dabei haben die Projektarbeit und das Spiel eine tragende Rolle. Bedeutsam ist in diesem Prozess nicht nur die reine Wissensvermittlung, sondern vor allem das Erfahren und Erleben von Sinnzusammenhängen. Sie bilden die Grundlage für nachhaltiges Lernen und gleichzeitig ein Fundament, auf das jeder Mensch ein Leben lang aufbauen und zurückgreifen kann.

Diese Sichtweise gemeinsam mit dem in den 1990er Jahren entstandenen Situationsorientierten Ansatz nach Dr. Armin Krenz sowie neueste Erkenntnisse aus Entwicklungspsychologie, Neurobiologie und Bildungs- und Bindungsforschung sind der Ausgangspunkt unseres pädagogischen Handelns.


Gesamtkonzeption Kindergarten Kunitz 2016.pdf
<